Via Integra

Fr Mark's progressive Anglo-Catholic take on European Christianity

  • This is my collection of material about the current state of the churches in Europe. I am interested in looking at how they are dealing with the pressing issues of our time: the issues of gay people and women in ministry/ leadership are particularly pressing at the moment, as is the area of declining church attendance.

    I would like to see how Europe's traditional religious institutions are coping with the new Europe currently being forged, in which public opinion and ethical attitudes are becoming inceasingly pan-European, and are evidently presenting a series of strong challenges for the churches.

Austria – women priests

Posted by Fr Mark on June 10, 2010

A survey of Austria’s secular clergy conducted by Linz University shows large majorities of priests in favour of reform of the clerical celibacy rule and overturning the ban on women’s ordination. Only 25% of the Austrian clergy who responded think that women’s ordination is theologically impossible (despite this being the official view of the Vatican).
 
 
Studie der Universität Linz: Großer Teil des Klerus für Reformen und Aufwertung von Frauen in der Kirche

Weltpriester: Mehrheit lehnt Pflichtzölibat ab

From Wiener Zeitung, 10.6.10:

http://wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=499389

Priesterweihe im Linzer Dom: Der dortige Diözesanklerus ist besonders aufgeschlossen für Reformen. Foto: apa
Priesterweihe im Linzer Dom: Der dortige Diözesanklerus ist besonders aufgeschlossen für Reformen. Foto: apa
Von Heiner Boberski
Am geringsten ist Reformbereitschaft bei jungen Priestern.
Nur ein Viertel hält Priesterweihe von Frauen für unmöglich.

Wien. Die in der römisch-katholischen Kirche übliche Verpflichtung zur Ehelosigkeit für Priester wird von 59 Prozent der österreichischen Weltpriester abgelehnt, 31 Prozent von ihnen befürworten die geltende Regelung, zehn Prozent enthalten sich der Stimme.

Das ergab eine Umfrage, die Studierende am Institut für Soziologie der Universität Linz unter Leitung von Josef Lins im Herbst 2009 durchführten – also vor der durch die Missbrauchsfälle im kirchlichen Umfeld neu entfachten Zölibatsdebatte.

Für die Studie, die alle aktiven Weltpriester in Österreich – aber nicht die Ordensgeistlichen – zu erfassen versuchte, wurden 1713 Fragebogen ausgeschickt, der Rücklauf betrug 406 (23,7 Prozent). Parallel erfolgte eine Befragung von 400 katholischen Laien in Oberösterreich mit weitestgehend identischen Fragen – dieser zweite Teil des Forschungsberichts ist noch in Ausarbeitung. Ein dritter Teil soll dann die Antworten von Priestern und Laien einander unmittelbar gegenüberstellen.

Auffallend ist, dass unter den Weltpriestern vor allem die jüngeren Altersgruppen unter 45 Jahren und die älteste Gruppe, jene ab einem Alter von 75 Jahren, am wenigsten aufgeschlossen für Änderungen in der Kirche sind. Zwischen 45 und 75 Jahren nimmt die Bereitschaft zu Reformen mit zunehmendem Alter zu. Ab 75 sinkt sie wieder, fällt aber nicht auf den Stand der ganz jungen Priester.

Beim Pflichtzölibat befürworten rund 45 Prozent der Priester unter 45 beziehungsweise über 75 Jahren die Beibehaltung, aber nur 21 Prozent der Altersstufe 66 bis 75. Am deutlichsten votieren Weltpriester aus den Diözesen Linz (drei Viertel) und Graz (zwei Drittel) für die Abschaffung des Pflichtzölibats.

Dass sich in naher Zukunft etwas an der Situation der Frau in der Kirche ändert, halten 44 Prozent für sehr notwendig und 28 Prozent für eher notwendig. Für 16 Prozent ist dies eher nicht und für 12 Prozent gar nicht notwendig. Mit der Erkenntnis der Notwendigkeit parallel gehen Forderungen in Richtung völlige Gleichstellung und Zulassung zu allen Weiheämtern. Die restriktivsten Stellungnahmen zum Thema Frauenpriestertum kommen aus der jüngsten Altersklasse im Klerus, den Unter-35-Jährigen, die nur vier Prozent der Umfrageteilnehmer stellen.

Der Zulassung von Frauen zur Priesterweihe stimmen am klarsten die Priester der Diözese Linz zu, nämlich zu zwei Drittel – das sind um 20 Prozent mehr als der Durchschnitt. Die deutlichste Ablehnung kommt aus der Erzdiözese Wien, wo 37 Prozent der Priester gegen Frauen im Priesteramt votieren. Insgesamt hält ein Viertel der Befragten eine Priesterweihe von Frauen aus theologischen Gründen für unmöglich – eine Argumentation, die von 57 Prozent dezidiert zurückgewiesen wird.

Laut Umfrage würden auch unter den jetzt geltenden Bedingungen (Pflichtzölibat) 52 Prozent der Befragten “ganz sicher” und 32 Prozent “wahrscheinlich schon” wieder Priester werden. 44 Prozent bekräftigen voll und 18 Prozent eher, dass sie sich freiwillig für den Zölibat entschieden und diesen nicht nur in Kauf genommen haben.

Dem Satz “Der Zölibat macht viele Priester einsam” stimmen 33 Prozent voll und weitere 29 eher zu. Für den Fall, dass er abgeschafft wird, gibt es sowohl Befürchtungen als auch positive Erwartungen. Die stärksten Befürchtungen sind: Ein Scheitern einer Priesterehe belastet die Berufsausübung, Priesterehen führen zu Zeitmangel bei der Berufsausübung, Priesterehen würden zu unzumutbaren finanziellen Belastungen in den Diözesen führen. An Positivem sei zu erwarten: Dass der natürliche Sexualtrieb gestillt werden kann, weniger Einsamkeit im Leben von Priestern herrscht, geholfen wird, innere Konflikte von Priestern abzubauen und dass es generell mehr Priesteramtsanwärter gibt.

Printausgabe vom Donnerstag, 10. Juni 2010

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

 
%d bloggers like this: