Via Integra

Fr Mark's progressive Anglo-Catholic take on European Christianity

  • This is my collection of material about the current state of the churches in Europe. I am interested in looking at how they are dealing with the pressing issues of our time: the issues of gay people and women in ministry/ leadership are particularly pressing at the moment, as is the area of declining church attendance.

    I would like to see how Europe's traditional religious institutions are coping with the new Europe currently being forged, in which public opinion and ethical attitudes are becoming inceasingly pan-European, and are evidently presenting a series of strong challenges for the churches.

Germany – the gay issue

Posted by Fr Mark on September 1, 2009

 

180px-Coat_of_Arms_of_Germany_svgThe synod of the Lutheran Church in Oldenburg decided to allow parishes to offer blessings of same-sex couples in 2003.

 

 

 http://www.kirche-oldenburg.de/fileadmin/Redakteure/PDF/4t_syn_beschluss_partnerschaft.pdf

 

 

Beschluß der 46. Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg

zur geistlichen Begleitung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften

[Beschlußvorschlag des Ausschusses für theologische und liturgische Fragen

und des Ausschusses Diakonie, Gesellschaft, Öffentlichkeit]

 

Die 46. Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg hat nach eingehenden theologischen

Beratungen im Ausschuß für theologische und liturgische Fragen und im

Ausschuß Diakonie, Gesellschaft, Öffentlichkeit auf ihrer 4. Tagung am 13. November

2003 den folgenden Beschluß gefaßt:

1. Die Ev.-luth. Kirche in Oldenburg begrüßt die Verbesserung der Rechtsstellung

und die damit beabsichtigte Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher

Lebenspartnerschaften durch das Lebenspartnerschaftsgesetz vom 16. Februar

2001.

2. In unserer Kirche gibt es unterschiedliche Antworten auf die Frage, ob eine

gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft gesegnet werden kann. Die Synode hat

zur Kenntnis genommen, daß das Hören auf das Wort der Heiligen Schrift in dieser

Frage zu unterschiedlichen Auslegungen führt. Die Synode bittet die Kirchengemeinden

und Gemeindeglieder, bei aller Unterschiedlichkeit in der Beantwortung

dieser Frage die Gemeinschaft im Glauben zu fördern und die Einheit der Kirche zu

wahren.

3. Wenn Menschen, die eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft eingehen,

um Gottes Segen für ihr gemeinsames Leben bitten, so sieht die Synode darin

keinen Widerspruch zum Willen Gottes für ein Leben in Ehe und Familie.

4. Wo Menschen gleichen Geschlechts um eine Segnung bitten, ist es den Kirchengemeinden

freigestellt, dieser Bitte zu entsprechen. Die Segnung von Menschen

in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft kann nur dort durchgeführt

werden, wo die mit der Verwaltung der Pfarrstellen beauftragten Pfarrer und

Pfarrerinnen diese Segnung verantworten können. Zur Durchführung bedarf es eines

Beschlusses des Gemeindekirchenrates, dem die Pfarrer und Pfarrerinnen

zugestimmt haben. Der Oberkirchenrat ist über einen solchen Beschluß zu

informieren.

5. Mit diesem Beschluß bittet die Synode die zuständigen Gremien um Erstellung

einer Handreichung, die als Argumentationshilfe für die Beschlußfindung dient. Sie

hält es für notwendig, daß die zuständigen Einrichtungen der Ev.-luth. Kirche in

Oldenburg Veranstaltungen zu dieser Thematik im Rahmen der Fortbildung anbieten.

 

Bericht des Unterausschusses Lebenspartnerschaftsgesetz

 

Die 46. Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg hat auf ihrer Sitzung am 16. Januar

2002 die Behandlung der Eingabe 308 an die 45. Synode (Stellungnahme der oldenburgischen

Theologiestudierenden zum Artikel „Pastoren als Paar“ in der Evangelischen

Zeitung Nr. 32 vom 12.08.2001 mit Bitte um Kenntnisnahme) dem Ausschuß

für theologische und liturgische Fragen als federführendem Ausschuß und dem Ausschuß

Diakonie, Gesellschaft, Öffentlichkeit zugewiesen.

Beide Ausschüsse haben sich darauf verständigt, einen gemeinsamen

Unterausschuß zu bilden, dem die Klärung der Frage, inwieweit der Segnung

gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften in der Kirche Raum gewährt werden

könne, als Arbeitsauftrag aufgegeben wurde.

Der Unterausschuß kam im Zeitraum vom 15. Juli 2002 bis zum 17. März 2003 zu

mehreren Arbeitssitzungen zusammen, in denen exegetische, hermeneutische und

an-thropologische Aspekte des Themas umfassend beraten wurden. In diesem

Zusammenhang fand am 13. Januar 2003 ein Gespräch mit Vertretern der

Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche Gruppe Oldenburg statt.

 

1. Die rechtliche Stellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

 

Im Unterausschuß herrscht Einmütigkeit darüber, daß die Verbesserung der

Rechtsstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften durch das Gesetz zur

Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften, kurz:

Lebenspartner-schaftsgesetz – LPartG, zu begrüßen ist.

2. Die hermeneutische Grundlegung: Homosexualität in der Bibel

In der Frage der exegetischen und hermeneutischen Beurteilung der Homosexualität

kam es im Unterausschuß zu unterschiedlichen Interpretationen.

(Oldenburg, den 17.03.2003)

 

Die 46. Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg hat nach eingehenden theologischen

Beratungen im Ausschuß für theologische und liturgische Fragen und im

Ausschuß Diakonie, Gesellschaft, Öffentlichkeit auf ihrer 4. Tagung am 13. November

2003 den folgenden Beschluß gefaßt:

1. Die Ev.-luth. Kirche in Oldenburg begrüßt die Verbesserung der Rechtsstellung

und die damit beabsichtigte Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher

Lebenspartnerschaften durch das Lebenspartnerschaftsgesetz vom 16. Februar

2001.

2. In unserer Kirche gibt es unterschiedliche Antworten auf die Frage, ob eine

gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft gesegnet werden kann. Die Synode hat

zur Kenntnis genommen, daß das Hören auf das Wort der Heiligen Schrift in dieser

Frage zu unterschiedlichen Auslegungen führt. Die Synode bittet die Kirchengemeinden

und Gemeindeglieder, bei aller Unterschiedlichkeit in der Beantwortung

dieser Frage die Gemeinschaft im Glauben zu fördern und die Einheit der Kirche zu

wahren.

3. Wenn Menschen, die eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft eingehen,

um Gottes Segen für ihr gemeinsames Leben bitten, so sieht die Synode darin

keinen Widerspruch zum Willen Gottes für ein Leben in Ehe und Familie.

4. Wo Menschen gleichen Geschlechts um eine Segnung bitten, ist es den Kirchengemeinden

freigestellt, dieser Bitte zu entsprechen. Die Segnung von Menschen

in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft kann nur dort durchgeführt

werden, wo die mit der Verwaltung der Pfarrstellen beauftragten Pfarrer und

Pfarrerinnen diese Segnung verantworten können. Zur Durchführung bedarf es eines

Beschlusses des Gemeindekirchenrates, dem die Pfarrer und Pfarrerinnen

zugestimmt haben. Der Oberkirchenrat ist über einen solchen Beschluß zu

informieren.

5. Mit diesem Beschluß bittet die Synode die zuständigen Gremien um Erstellung

einer Handreichung, die als Argumentationshilfe für die Beschlußfindung dient. Sie

hält es für notwendig, daß die zuständigen Einrichtungen der Ev.-luth. Kirche in

Oldenburg Veranstaltungen zu dieser Thematik im Rahmen der Fortbildung anbieten.

 

Bericht des Unterausschusses Lebenspartnerschaftsgesetz

 

Die 46. Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg hat auf ihrer Sitzung am 16. Januar

2002 die Behandlung der Eingabe 308 an die 45. Synode (Stellungnahme der oldenburgischen

Theologiestudierenden zum Artikel „Pastoren als Paar“ in der Evangelischen

Zeitung Nr. 32 vom 12.08.2001 mit Bitte um Kenntnisnahme) dem Ausschuß

für theologische und liturgische Fragen als federführendem Ausschuß und dem Ausschuß

Diakonie, Gesellschaft, Öffentlichkeit zugewiesen.

Beide Ausschüsse haben sich darauf verständigt, einen gemeinsamen

Unterausschuß zu bilden, dem die Klärung der Frage, inwieweit der Segnung

gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften in der Kirche Raum gewährt werden

könne, als Arbeitsauftrag aufgegeben wurde.

Der Unterausschuß kam im Zeitraum vom 15. Juli 2002 bis zum 17. März 2003 zu

mehreren Arbeitssitzungen zusammen, in denen exegetische, hermeneutische und

an-thropologische Aspekte des Themas umfassend beraten wurden. In diesem

Zusammenhang fand am 13. Januar 2003 ein Gespräch mit Vertretern der

Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche Gruppe Oldenburg statt.

 

1. Die rechtliche Stellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

 

Im Unterausschuß herrscht Einmütigkeit darüber, daß die Verbesserung der

Rechtsstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften durch das Gesetz zur

Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften, kurz:

Lebenspartner-schaftsgesetz – LPartG, zu begrüßen ist.

2. Die hermeneutische Grundlegung: Homosexualität in der Bibel

In der Frage der exegetischen und hermeneutischen Beurteilung der Homosexualität

kam es im Unterausschuß zu unterschiedlichen Interpretationen.

(Oldenburg, den 17.03.2003)

 

 

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